Was ist Pfiff2? arrow Ergebnisse
Die Ergebnisse Drucken
Im Folgenden stellen wir Ihnen die wesentlichen Ergebnisse des kognitiven Trainings und der stressbezogenen Interventionen vor.

Ziel von PFIFF2 war die Förderung der kognitiven Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer mit repetitiven Tätigkeiten. Um die Wirksamkeit des kognitiven Trainings zu untersuchen, wurden in einem Wartegruppenkontrolldesign die Studienteilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt, von denen die Hälfte (Trainingsgruppe) an einem rein PC-gestützten kognitiven Training über einen Zeitraum von drei Monaten teilnahm. Die andere Hälfte der Teilnehmer (Wartekontrollgruppe) erhielt die gleiche Anzahl an Trainingsterminen in einer Kombination aus dem kognitivem Training und entweder einem Training zum Thema Stressbewältigung (STR) oder zur psychologischen Gesundheitsförderung (HEDE). Das kombinierte Training der Wartekontrollgruppe begann erst nach Beendigung der rein kognitiven Intervention der Trainingsgruppe. Dieses Vorgehen wurde für zwei unabhängige Trainingsdurchgänge in den Jahren 2009 und 2010 durchgeführt.

Im Rahmen des kognitiven Trainings erhielten die Teilnehmer einen Einblick in den optimalen Umgang mit ihren geistigen Kompetenzen und trainierten anhand PC-basierter Aufgaben beispielsweise Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, Erinnerungsfähigkeit, Arbeitsgedächtnis und räumliche Aufmerksamkeit – Aspekte, die im Alter häufig nachlassen, aber durch entsprechende „Auffrischung“ wieder gestärkt werden können. Die Generalisierbarkeit von Trainingseffekten in einem speziellen Bereich auf andere, untrainierte Aufgaben ("Fern-Transfer") konnte in vielen Studien kaum oder gar nicht nachgewiesen werden. Daher trainierten wir bei PFIFF ein breites Spektrum kognitiver Fähigkeiten, um möglichst viele intellektuelle Bereiche zu fördern.

Durch den Einsatz neuropsychologischer sowie neurophysiologischer Tests (mittels EEG-Messungen) haben wir Veränderungen in den trainierten kognitiven Bereichen erhoben und konnten durch den Vergleich mit der Wartekontrollgruppe Rückschlüsse auf die Trainingswirksamkeit ziehen. Für die Wirksamkeitsprüfung der stressbezogenen Interventionen haben wir vor und nach den Trainings Fragebögen eingesetzt, die zum Beispiel das subjektive Wohlbefinden, die empfundenen Sorgen oder die innere Ausgeglichenheit erfassen.
Beide PFIFF-Projekte wurden in Zusammenarbeit mit unserem Industriepartner, der Adam Opel GmbH Bochum, durchgeführt. In den letzten Jahren war die finanzielle Situation der Adam Opel GmbH teilweise äußerst angespannt. Am Standort Bochum wurde in den Jahren 2009 und 2010 Kurzarbeit eingeführt, um einen drohenden Arbeitsplatzabbau zu verhindern. Die Mitarbeiter mussten sich mit Zukunftsängsten und Gerüchten über eine mögliche Schließung des Werks auseinandersetzen. In diesen turbulenten Zeiten wurden die Trainings im Rahmen des PFIFF-Projekts durchgeführt.

Zu den Ergebnisbeschreibungen gelangen Sie hier: