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Projekttr?ger

PFIFF ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der bundesweiten Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefördertes Projekt.logo_der_inqa.jpg
 
Der Ma?nahmenkatalog Drucken


Cand. Psych. Daniela Mengel
Anastasia Schmidt
Dipl.-Psych. Catharina Stahn
Ruhr-Universität Bochum
ISE - Lehrstuhl für Industrial Sales Engineering


 

Angesichts der prognostizierten Alterung und Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung in Deutschland müssen Unternehmen ihr Augenmerk auf die verstärkte Integration älterer Mitarbeiter in das Arbeitsleben richten. Denn neben der Verknappung des Nachwuchses für den Arbeitsmarkt bedeutet die derzeitig praktizierte Frühverrentungspraxis einen unnötigen und vermeidbaren Verlust wertvoller Erfahrung und Kompetenzen.

Vor diesem Hintergrund sind Gesellschaft, Unternehmen und Individuen gefordert, Konzepte zum Erhalt und Ausbau der Arbeitsfähigkeit zu entwickeln. Ein wichtiger Ansatzpunkt in diesem Kontext ist das Training von Körper und Geist über die gesamte Erwerbsspanne - nur so kann die Leistungsfähigkeit sichergestellt werden. Bei den erforderlichen Maßnahmen zum Erhalt der Leistungsfähigkeit handelt es sich um:

  • Eine alternsgerechte Arbeitsgestaltung und betriebliche Gesundheitsförderung, die bereits bei den jungen Mitarbeitern ansetzt, um eine Berufsverweildauer bis zum Erreichen des Renteneintrittsalters zu gewährleisten.
  • Die Bewahrung oder Wiederherstellung der Lernfähigkeit, damit Mitarbeiter den sich wandelnden Anforderungen gewachsen sind.
  • Den Abbau ungerechtfertigter Vorurteile über die Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter.
Unternehmen sollten Arbeit so gestalten, dass die Ressourcen und Potenziale im Laufe der gesamten Erwerbsbiografie besser erhalten, gefördert und weiterentwickelt werden und somit eine längere Erwerbstätigkeit realisierbar und für die Betroffenen auch wünschenswert wird.

Dass wohl immer noch in vielen Unternehmen eine Diskrepanz zwischen den Konsequenzen der demografischen Entwicklungen und den ergriffenen Maßnahmen in Unternehmen besteht, verdeutlicht die Studie der Kienbaum Management Consultants aus dem Jahr 2007:  Es zeigte sich, dass die meisten der befragten  Personalverantwortlichen ausschließlich jene Folgen erkennen, mit denen sie in ihrer Personalarbeit bereits konfrontiert werden, wie z.B. dem Mangel an gut ausgebildeten jungen Fachkräften. Zwar wird die Bedeutung verschiedener Personalmaßnahmen zur Bewältigung dieser Schwierigkeit erkannt, doch gehen die gewählten Maßnahmen nicht über die Lösung der heutigen Probleme hinaus. Die befragten Unternehmen konzentrierten sich aufgrund des merklichen Fachkräftemangels auf den Planungsaspekt, um diesen in Zukunft vermeiden zu können. Möglichkeiten wie die Rekrutierung von Frauen und Älteren wurden bei über 30% der befragten Unternehmen nicht in Betracht gezogen.

Für ein effektives Age-Management sind jedoch Maßnahmen in vielen Unternehmensbereichen im Rahmen eines Mehrebenen-Ansatzes erforderlich.

Der folgende Text gibt daher einen Überblick über Strategien, mit denen Unternehmen zum Erhalt der Leistungsfähigkeit ihrer alternden Belegschaften beitragen können. Dabei beziehen wir uns auf diese Bereiche:


Für ein erfolgreiches Zusammenwirken von betrieblicher Gesundheitsförderung und Personalentwicklung muss der Mensch - unabhängig von seinem Alter - wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Schließlich sind es immer noch die Beschäftigten, die ein Unternehmen zu dem machen, was es ist. Dieser Leitgedanke muss in der Unternehmenskultur verankert sein und auf allen Ebenen kommuniziert werden, damit alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

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Abbildung: Ansatzpunkte des PFIFF-Maßnahmenkatalogs

 
 

Um sich den kompletten Maßnahmenkatalog anzusehen, klicken Sie bitte hier .



Literatur:

 

Buck, H. (2002). Alternsgerechte und gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung - ausgewählte Handlungsempfehlungen. In: M. Morschhäuser (Hrsg.). Gesund bis zur Rente. Konzepte gesundheits- und alternsgerechter Arbeits- und Personalpolitik (S. 73-85). Stuttgart: Broschürenreihe: Demographie und Erwerbsarbeit.

Berkowski, N. & Dievernich, F.E.P. (2008). Alternde Belegschaften als zentrale Herausforderung für Unternehmen im demografischen Wandel. In: B. Klauk (Hrsg.). Alternde Belegschaften - der demografische Wandel als Herausforderung für Unternehmen (S.49-71). Lengerich: Pabst.